Die Welt durch Kinderaugen sehen
Wenn ich die Welt durch die Augen meiner Kinder sehen könnte, würde ich das Leben in all seinen Farben sehen. Ich würde jeden Tag als Neuanfang sehen, als Abenteuer, das heute auf mich wartet. Ich würde sehr gelassen gegenüber den Dingen sein, die heute nicht gut gelaufen sind, weil ich sie ja morgen wieder versuchen könnte. Ich würde mich an jeder Kuh, jeder Katze, jeder Schneeflocke erfreuen. Ich würde mich fragen, warum nicht jeder Mensch die Hühner vom Nachbarn füttert, und warum manche Menschen den Kopf nicht mal heben, wenn sie an mir vorbeilaufen. Ich würde nicht verstehen, warum manche Menschen Masken tragen und manche nicht, warum sie manchen sogar gut stehen und manchen nicht.
Ich würde nicht verstehen, warum manche Menschen nicht Auto fahren, wenn Schnee fällt. Schnee ist doch schließlich kein Monster. Ich würde die Sätze „das gehört sich aber so!“ niemals akzeptieren und mit Sicherheit nur Dinge tun, die ich gerne und aus vollem Herzen machen will. Dinge, die ich fühlen kann. Ich würde nicht versuchen, es allen recht zu machen, würde darauf pfeifen, ob es anderen gefällt, wer und wie ich bin. Ich würde immer meine eigene Sichtweise kundtun und dafür einstehen. Ich würde die Gleichbehandlung aller als völlig selbstverständlich betrachten und Dinge, Situationen, Menschen völlig wertfrei begegnen. Das Wort Inklusion gäbe es nicht – weil es eine Selbstverständlichkeit wäre.
Vor allem würde ich ausschließlich im Hier und Jetzt leben, das Leben mit all seinen Facetten annehmen und aufsaugen und mich jeden Tag auf neue Geschichten freuen, von denen nur ich selbst die Autorin sein dürfte.
Lasst uns neue Geschichten schreiben!